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  • Laurin & Sami

Der Pamir Highway (+ Video)

Mit diesem Beitrag haben wir uns richtig Zeit gelassen!!! Es ist teilweise super schwierig das Erlebte irgendwie zu verfassen. Beim Heraussuchen von Bildern, fiel uns immer wieder auf, dass wir unglaublich viel Videomaterial haben... Viel zu schade, da wir dieses nie zeigen konnten... Bis JETZT! Wir haben uns die Zeit genommen, um ein Video zu schneiden! Der Pamir Highway war der Aufwand mit Sicherheit wert. Laurin lud sich die letzten Wochen einige Videoschnitt-Programme runter, um das für uns Beste herauszufinden. Unglaublich viel Einarbeitungszeit und lange Nächte haben dann unser erstes Video hervorgebracht! Wir sind stolz drauf!


Es Begann alles mit einem Telefonat mit Laurin's Mama. Wir schmiedeten Pläne für den nächsten Besuch… Der Pamir Highway soll eines unserer nächsten Highlights werden, so entschloss sich Mama kurzerhand nach Duschanbe zu fliegen. Flüge gebucht und auf geht’s! Je näher man dem Pamir Highway kommt, je mehr Leute trifft man die einem viele, teilweise schaurige Geschichten über diesen erzählen. So trafen wir den Vizepräsidenten des Motorradclubs in Duschanbe. Wir zeigten ihm unsere grob geplante Route. „Ihr wollt wirklich die „Nordroute“ fahren?“ fragte er uns entgeistert? „Ja, wir lieben das Abenteuer und wenn es zu schwer wird drehen wir um!“…“Bitte lasst es bleiben. Wir nennen diese Route auch „Death-Road“, erst vor kurzen haben sich zwei Fahrer mit leichten Maschinen, ohne Gepäck beide Beine gebrochen… Ihr seid mit schweren Maschinen, Gepäck und Sozius unterwegs!“



Wir holten Mama vom Flughafen ab und erzählten ihr von der Routenplanung und den Geschichten. Sie meinte nur: „Na wenn die „Nordroute“ schöner ist, dann fahren wir diese! Sollte es zu anstrengend werden, drehen wir eben um, ich mach ja alles mit!“ Auf Diese Antwort haben wir gehofft. So waren wir uns alle einig und es konnte los gehen. Kurzerhand entschied sich Jürgen, (den wir bereits in Kappadokien getroffen haben), uns ein paar Tage zu begleiten. Wir checkten nochmals die Motorräder, disponierten das ganze Gepäck um, sodass Mama bequem hinter Laurin sitzen konnte und kein Gepäck verloren geht. Überladen sind die Motorräder auf jeden Fall!


Ab ins Abenteuer Pamir Highway! Wir hatten circa 150 km, um uns an die neue Gepäcksituation, inklusive Mama, zu gewöhnen. Bis es dann von schlechter Straße zu Schotter wechselte. Na, geht doch ganz gut!!! Wir fuhren die besagte „Nordroute“ und fragten uns einige Male, ab wann es wohl ungemütlich werde. Genossen die unglaublich schöne, vielfältige und sich ständig ändernde Natur. Ein Blick auf die Karte, oh schon fast geschafft. Wir haben insgesamt drei Tage auf der Nordroute verbracht… Das Gefühl, als wir am Ende ankamen war unbeschreiblich. Wir haben es geschafft und uns ein eignes Bild machen können!!! Sie war sicherlich nicht einfach, doch von einer „Death-Road“, unserer Meinung nach, weit entfernt. Wir sind durch Laurin’s „Navigationskünste“ auf schon sehr viel schwierigeren Pisten unterwegs gewesen…

Weiter ging es 520 km an der afghanischen Grenze entlang. Teilweise schaute man mit einem mulmigen Gefühl über den Fluss "Pandsch". Nur einen Steinwurf entfernt, von einem durch Krieg und Terror geprägtem Land. Oft sind wir unendlich dankbar, reisen zu können.

Es ist erstaunlich mit welcher Offenheit die Menschen in Tadschikistan einem entgegentreten. An der Straße viele Kinder, die einem ausnahmelos alle zuwinken und ein riesen Grinsen auf den Backen haben.



Der Pamir war faszinierend, wir können uns nun ungefähr vorstellen, wie es wohl auf dem Mars und Mond aussehen muss. Es ist wirklich erstaunlich, wie sich die Natur im Laufe des Pamirs ständig ändert. Von schroffen und steilen Bergen, mit nur kaum Vegetation… Ein paar Kilometer weiter wieder ein grünes Tal… einfach unbeschreiblich…

Auf den 1200 Kilometern war fast alles dabei, Sand, Schlaglöcher, tiefer Schotter, Flussüberquerungen, Warme Quellen in denen wir badeten, ein Grenzübergang, zwei Platten bei Laurin und ein Pass auf 4655 Höhe. Vorallem die Höhe hat der Transalp mächtig zugesetzt, Diese wollte nur noch hochgeschoben werden, da sie kaum noch Power hatte. Wir sind unglaublich gespannt, wie es auf dem Karakorum Highway in Pakistan wird (dem großen Bruder des Pamir Highways). Verschont wurden wir glücklicherweise von Regen und schlammigen Pisten. Gerade gegen Ende muss es wohl eine Qual sein, wenn es schlammig ist!


Tanken auf dem Pamir

Erstaunlich ist auch, wie schnell man über 4000 Metern aus der Puste ist. Ganz abgesehen von der Tansalp =D. Das war für uns drei eine ganz neue Erfahrung. Wir sind unendlich stolz auf Laurin‘s Mama, die „Teilzeitweltreisende“. Es ist uns eine große Ehre gewesen, Mama durch den Pamir zu führen und eine Zeit lang an unserer Reise teilhaben zu lassen. Sie hat ohne Widerworte alles mitgemacht, sei es auf 4150 Metern schlafen und mit Kopfweh aufwachen, ekelerregende Plumsklos nutzen, im Stehen fahren, im Fluss waschen… Ohne Sie hätte es wohl nur halb so viel Spaß gemacht!!

Jürgen kann mit seiner Kamera unglaublich schöne Fotos machen. Es ist ein Genuss sich diese nach dem Pamir nochmals anzuschauen. Ein bisschen neidisch auf seine Kamera sind wir schon =D


Und wenn wir schon beim Verteilen von Lob sind… Am meisten ist der Hut vor Sami zu ziehen! Sie machte erst vor rund 8 Monaten (kurz vor der Reise) ihren Motorradführerschein. Der ein oder andere Umkipper oder kleinere Unfall bleibt nicht aus, doch nie verliert sie den Mut wieder aufzusteigen und weiter zu fahren!



Und zu guter Letzt das besagte Video. Lehnt euch zurück und genießt den kurzen Film!



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